01.02.2010
Träsch trifft gegen Dortmund

Christian Träsch hatte allen Grund zur Freude
Dank einer furiosen Schlussphase hat der VfB Stuttgart in der mit 42.000 Zuschauern ausverkauften Mercedes-Benz Arena seinen Aufwärtstrend fortgesetzt und die Erfolgsserie von Borussia Dortmund beendet. Nach dem 4:1 (1:0) gegen den BVB steht der VfB nun auf dem zehnten Tabellenplatz. Christian Träsch schoss das letzte Tor des Tages und sagte nach der Partie: "Das war heute ein gutes Spiel, an dem sicherlich auch die Zuschauer ihre Freude hatten. Die Mannschaftsleistung war prima und wir machen jetzt auch unsere Chancen rein. Über meinen eigenen Treffer freue ich mich natürlich auch."

In einer flotten und intensiven Anfangsphase erwischten die Stuttgarter den besseren Start. Für den verletzten Sven Bender war der Brasilianer Felipe Santana in die Dortmunder Mannschaft gerückt und nach gerade elf Sekunden konnte er einen Schuss von Marica so eben noch abblocken. Doch ein Eigentor des 23-jährigen Brasilianers leitete in der 14. Minute die erste Niederlage des Teams von Trainer Jürgen Klopp seit über vier Monaten ein. "Wer das Spiel gesehen hat", so Dortmunds Trainer nach Spielende, "der weiß, dass es einige Male auf der Kippe stand. Mit der Anfangsphase war ich überhaupt nicht zufrieden. Wir haben es dem VfB zu leicht gemacht." Nach der Halbzeitpause vergab der VfB die frühe Vorentscheidung, als Marica einen Elfmeter an die Unterkante der Latte schoss (48.).

So sehen Sieger aus
Auch wenn Lucas Barrios für Schwarz-Gelb in der 58. Minute den Ausgleich erzielte, blieb Stuttgart am Drücker. Der eingewechselte Zdravko Kuzmanovic brachte den VfB schließlich in der 77. Minute mit einem Freistoß wieder in Führung. Zwischen cleveren Spielzügen dominierte auch streckenweise viel Kampf und Krampf das Spielgeschehen. Turbulent wurde es dann in der Schlussphase: Ciprian Marica erhöhte in der 86. Spielminute auf 3:1, den Schlusspunkt setzte Christian Träsch mit einem satten Schuss aus der zweiten Reihe in der 89. Spielminute.

Der VfB, der Nationalspieler Thomas Hitzlsperger kurz vor Ende des Transferperiode an Lazio Rom abgegeben hat, nimmt wieder Fahrt auf. Doch Christian Gross betonte in der Pressekonferenz nach dem Spiel die Schwächen seiner Mannschaft: "Nicht gefallen hat mir, dass wir zu viele Ballverluste hatten, den Elfmeter nicht verwandelt haben und die Abstimmung auf den Außenpositionen nicht passte. Das Spiel drohte zu kippen, aber durch das herrliche Freistoßtor von Kuzmanovic sind wir wieder sicherer geworden. Der Sieg ist verdient, aber zu hoch ausgefallen. Natürlich freue ich mich über die drei Punkte." Kommenden Samstag spielt der VfB beim 1. FC Nürnberg.