08.02.2010
Der VfB Stuttgart setzt seine Siegesserie fortDank eines späten Tores von Joker Roberto Hilbert in der 87. Spielminute gewannen die Schwaben beim Club mit 2:1 (1:0). Der VfB feierte somit den fünften Sieg in Folge. Stuttgarts Trainer Christian Gross erklärte das Spiel seines Teams wie folgt: „Der FC Nürnberg hat heute mit großer Leidenschaft gespielt, uns nach dem Rückstand noch mehr unter Druck gesetzt und sich im Mittelfeld ein Übergewicht erspielt. Aber wir haben heute auch sehr gut verteidigt. Wir arbeiten jeden Tag sehr hart, und das war heute der Lohn dieser harten Arbeit.“

Christian Träsch setzte sich durch
Vor 40.384 Zuschauern brachte Timo Gebhart den VfB in der 22. Minute in Führung. Nach klugem Zuspiel von Sami Khedira folgte ein strammer Flachschuss von Gebhardt, der den Ball von der Strafraumgrenze auf das Tor der Nürnberger drosch. Club-Keeper Raphael Schäfer hatte keine Abwehrmöglichkeit. Die Schwaben wirkten über weite Strecken insgesamt abgeklärter. Nürnberg hatte dagegen erneut Probleme beim Spielaufbau und in der Offensive. Kämpferisch war den Franken aber kein Vorwurf zu machen, die Spielordnung stimmte weitgehend. Der VfB überließ dem FCN in der Folgezeit wieder das Mittelfeld. Doch mehr als ein Kopfball von Andreas Wolf, mit dem Lehmann keine Probleme hatte, und ein Schuss von Marek Mintal, der über das Tor sprang, war von Nürnberg nicht viel zu sehen.
Doch in der 60. Minute glich Albert Bunjaku für den Altmeister aus. Beim 10. Saisontor des Schweizers gab VfB-Torwart Jens Lehmann nicht gerade die beste Figur ab. „Ich dachte, ich halte ihn“, erklärte Lehmann nach dem Spiel, „aber der Ball fällt plötzlich vor mir runter. Die Torhüter künftiger Generationen werden mit diesen Bällen immer mehr Probleme haben, die Flugbahn richtig einzuschätzen.“ Die beste Chance in einer hektischen Schlussphase hatte aber der VfB durch Pogrebnyak, dessen Kopfball erneut Schäfer parierte (72.). Albert Bunjaku für Nürnberg und Timo Gebhart auf der Gegenseite hatten vor dem 1:2 ebenfalls noch Gelegenheiten. Christian Träsch spielte über 90 Minuten eine solide Partie. Den Schlusspunkt setzte nach Vorarbeit von Sami Khedira der in der 61. Spielminute eingewechselte Lukas Hilbert kurz vor dem Abpfiff.
„Am Ende haben wir mit viel Leidenschaft die drei Punkte geholt“, so erklärte Christian Gross nach dem Spiel die Leistung und ergänzte, „unser Start ins Spiel war gelungen, aber ich habe schon in der Halbzeitpause überlegt, ob ich unser Mittelfeld verstärke. Jetzt wollen wir nächste Woche gegen den HSV gewinnen, das ist unsere nächste Aufgabe.“